Erblast: II (1997)

Ismael
(слова Освальда Хенке)

Ismael sleeps three days
As a meal in a whale in a stomach.
Nobody wakes him up.
Ismael travels three days
As a man in a whale in a stomach,
But he is not alone, not alone...
He is not alone.
Ismael...

He is not at home... he is not alone...
Not at home... at home?

Ismael dreams three days
As an angel in a whale in a stomach,
But he hasn't any wings.
Ismael...

He hasn't any wings
So he can't fly... he can't fly...
He is not at home, he dreams.
The whale talks to him:
"After three days you will return to life.
But three days you will be a part of me."
He is not at home.

Ismael travels three days
As a man in a whale in a stomach,
Close to the heart.
The beat of the heart feels like time.
He is not at home.
Time?
He can't fly... he is not at home...
He can't fly... he is not at home...


Alles, was schön ist
(слова Освальда Хенке)

Alles was schön ist, kann man nicht fesseln.
Die Jugend zählt im Recht recht wenig.
Was übrig bleibt, sind zarte Jahre.

Als die Welt noch unentdeckt,
Das Denken unbeschwert,
Die Phantasie noch unbefleckt,
Nicht alles vom Verstand beschwert,
Jeder Tag ein Schritt auf Neuland war,
Gefühle frei und wechselhaft,
Durch die Eroberung von fremder Haut,
Dir deine Unschuld stahl.

Alles was schön ist...

Unter Küssen zart und unverbraucht...

Alles was schön ist...

Gemeinsam beschwor man
Im entsetzlich kleinen die Unendlichkeit.
Noch so ewig schien die Zukunft.
Nur ein enziges Mal
Liebt man mit Haut und Haar.
Alles andere nur seichte Schatten.
Nie tief genug, um zu ertrinken...
Nie tief genug...
Nie tief genug...

Alles, alles was schön ist...

Süße Zeit,
Jetzt erst lern' ich dich zu schätzen,
Bin allein und denk an...

Alles, alles was schön ist...

Alter Mann, hör auf... zu denken.


Wolf
(слова Освальда Хенке)

Glück - das Pfand der Sehnsucht.
Schrei - das Mal, die Not der Zeit.
Wolf, Gott auf rotem Grund.
Warm fließt der einst'ge Schnee
In den Schoß des Abtes,
In den Grund...

Am Weg entlang
Gemauerte Farngarben fächern die Luft,
Rein, frei und atemlos.
Weiße Kristallzähne, das Wintergebiß
Im Frühling zahllos.
Den Schmerz verdrossen,
Erdrückt schreiten und gehen,
Fortbewegen ohne Laut.

Still ruht das Wasser.
Und wartet auf sich spiegelnde,
Sich liebende Körper.
Erkennt nur die Fratze des Täters.

Kein Heil heilt.
Kein Schrei gellt.
Gallengeifernd,
Schrittgebannt und taub geschlagen,
Schlägt Gott sein Kind und frißt es auf.
Ob Götter weinen?
Schadenfroh steht zu Gericht,
Der Fratzengott aller Götter.
Existent am Wolfsgrund lauernd,
Die Schlucht mahnt und wartet auf einen neuen Dialog.
Wer erbt, tritt an jeder Stelle dem Untergang entgegen.
Gewinnt nicht das Los zur Zukunft,
Fällt dem Grund zum Opfer,
Der Wolf blickt durch des Adlers Auge.
Sieht nur Fleisch -
Roher Sinn des Lebens?
Des Lebens?

Nicht die Glut kalter Küsse,
Die nichts entflammen,
Nur kurz betören
Und doch zum Todesstoß entschließen lassen.
Allein sitzend, auf die Vernunft wartend,
Streife ich meinen Pelz ab.
Lege ihn beiseite.

Kleide mich in Federn
Und stürze mich in die Schlucht.
Bin frei!
Lebe!
Kenne niemand!
Keinen Grund, keinen Grund...

Der Pelz bleibt zurück, wird andere wärmen.
Meine Federn geleiten mich ins überall.
Irgendwo bin ich verschollen.
Nur noch ein Traum?
Von dieser Welt?
Ich bin nur ich.

Der Wolf ist tot.


Warum?
(слова Освальда Хенке)

Wie schnell sie, den verbannen, den ich liebe,
Nur um mir wohl zu tun, da rühren die keinen Finger.
Warum sollte sich ein König einem Pfaffen unterwerfen?
Und auch den Pears die, den Klerus unterstützen?
So war ich König bin: Nicht einer von ihnen soll leben!

Was lieb ihr den, der aller Welt verhaßt ist?

Er ist fort...
Was liebt ihr den, der aller Welt verhaßt ist?
Was liebt ihr den... Warum?
Nein!
Warum liebt ihr ihn - er ist tot - er ist tot!

Was liebt ihr den, der aller Welt verhaßt ist...