Goethes Erben: Leben im Niemandsland (1993)

Das Ende

Wenn das Meer sich blutrot färbt,
Der Himmel von schwarzen Wolken bedeckt ist,
Und die Vögel aufgehört haben zu singen,
Weil ihre Kehlen vom Öl verklebt wurden...

Wenn im Osten mutierte Monster geboren werden,
Wenn der Winter zum Sommer wird und die Felder vedorren,
Die Erben des Dritten Reichs wieder mächtiger werden...
Dann! Dann hat das Ende der Zeit begonnen,
Und der Teufel die Schlacht gewonnen.

Dämme werden brechen und eure Kinder ertränken.
Feuerstürme werden eure Häuser lodernd niederbrennen.
Durch Krankheiten werden Millionen krepieren.
Die Pflanzen werden vergiftet und ungenießbar werden.

Die Luft wird ätzend wie Säure eure Lungen zerfressen.
Eure Kinder werden als häßliche Mutationen geboren.
Die Sonnenstrahlen werden Geschwüre wachsen lassen.
Ihr werdet langsam bei lebendigem Leib verfaulen.

Stürme werden monatelang die Erde verwüsten.
Unter den Trümmern, der beben, werden Tausende begraben.
Parasiten werden sich in euren Körpern einnisten.
Ratten und Schaben werden eure Wunden lecken.


Abseits des Lichtes

Die Dunkelheit findet nur abseits des Lichtes statt.
Erst dann konzentrieren wir uns auf jedes Geräusch,
Und sei es auch nur ein Laut der gar nicht existiert.

Ein altes Haus...

Das gealterte Mauerwerk arbeitet seit fast einem Jahrhundert an seinem Verfall.
Verworfene Strukturen der Bodenbretter geben Schritte preis,
Deren Ursprung längst verstorben ist.
Doch die verschobenen Holzkonstruktionen speicherten die Energie des Damals.
Verstärkten sie bis zum heutigen Zeitpunkt des Lautsprunges.
Begleitet vom Spiel der Mäuse vom Nagen der Zeit und dem lautlosen Schrei des Alterns.
Ein friedliches Stilleben in Schwarz - Weiß
In dieser Bewegungslosigkeit wandert die Vergangenheit zurück zum Ursprung...

Überrascht vom beschleunigten Schritt der Nacht,
Durchnäßt von dunklen Wolken, erreiche ich ein altes Haus...
Ungewiß schmeckt der erste Schritt durch die morsche Pforte.
Das verletzte Wesen ändert seinen Lauf.
Die Natur ist wütend.

Das Tasten in der Dunkelheit führt zum Ziel,
Ein weicher Ort zum Schlafen...
Mein Körper freut sich auf die Ruhe,
Meine Sinne vernebeln, gleiten aus meiner Hand...

Nur ein Lichtkegel folgt ihrer anmutenden Gestalt.
Sie lächelt immer...
Das Lachen ist ihr Begleiter und ihr Freund -
Bei Schmerzen,
Bei Angst,
Bei Freude.
Wenn andere sie beobachten,
Sie nicht alleine ist.
Doch das Lächeln stirbt in dem Augenblick,
Wenn die Scheinwerfer die Augen schließen.
Sie keiner sieht...

Dann altert sie um Jahre
Und trennt sich von ihrem Freund...
Ihr Leben ist der Tanz.
Ihre Gefühle werden diktiert von einem Orchester,
Regiert von einem Dirigenten,
Welcher sich den Zeichen des Papiers fügt.
Die Ballarina tanzt schneller als ihr Schatten,
Und lächelt abseits ihrer Gefühle.

Starke Männerarme heben ihre Gestalt in den Himmel empor,
Doch sie berühren nicht ihre Haut.
Grazil - synchron und angespannt,
Gleiten Mann und Frau ästhetisch durch das Bild Musik.
Wenn der letzte Ton verstummt,
Bleibt die kleine Tänzerin allein zurück und lächelt bis...

Ich reiße aus
Meine Sinne sind hellwach und suchen.
Jeder Laut wird kontrolliert.
Gleichzeitig entkleidet er lichtlos meine Nerven,
Bis die Angst unbekleidet friert,
Einen Wachtraum halluziniert und im Dunkel endet.

Naturgemurmel formiert sich zu Stimmen,
Dem verdrängten Beifall meines Traumes?
Die Aussage bleibt verborgen,
Gelähmt warte ich auf das erste Licht,
Welches die Dunkelheit verdrängt
Und lauernd zurückgelassen wird
In schattigen Winkeln ohne Glas.

Zurück bleibt das alte Haus,
Stiller Zeuge und Ursprung dieser Nacht.
Keiner applaudiert,
Keiner sieht ihre Schönheit,
Keiner sieht ihre Tränen,
Keiner sieht ihre Maske, die zerbricht...
Sie tanzt weiter...
Bis der Vorhang zum letzten Mal fällt.


Das schwarze Wesen

Das Licht verschluckend schimmert,
Das schwarze Fell,
Als das Wesen aus der Zeit
Vor der Vergangenheit
Begann die Zukunft aufzufressen.
Trotz der volkommenen Ästhetik
War das Wesen nicht makellos.
Es schien die Angst vor den Schritten
Durch die Haare schimmernd rufen.
Die Warnung kam zu spät,
Die Warnung kam zu spät.
Geschmeidig schleicht der schlanke Körper
Durch das Vakuum der Nacht
Das Herbstlaub dämpft jeden Laut.
Die Stille ist abstrakt...
Die Stille ist abstrakt...

Das Medium der Leere hüllt und füllt
Den Raum gänzlich aus.
Die Luft weint Tränen.
Der Atem wird sichtbar.
Nur die Schritte verstummen ungehört,
Noch während der Geburt erstickt,
Noch während der Geburt erstickt...

Das Ziel verfolgt vom Wesen,
Flieht hoffnungslos in das Zeitgefüge.
Das schwarze Fell schluckt Raum und Zeit,
Perlend bleibt das Leben haften...
Perlend bleibt das Leben haften...

Das Schwarz funkelt immer böser,
Schritt um Schritt,
Schritt um Schritt.
Bitterböse schimmert hoffnungslos die Zeit.
Angeschlagen durch den Fraß des Wesens.
Wirbelt das Maß ziellos
In eine andere Dimension,
In eine andere Dimension...
Zurück bleibt der Verstand doch tot,
Vom schwarzen Wesen grausig zugerichtet.
Die klaffenden Wunden sezernieren geruchlos den Wahn,
Dann Haß, den Zwilling der Liebe,
Die nie geboren wurde, die nie geboren wurde.
Die Illusion bleibt nicht erhalten,
Wenn der Kadaver zerrissen wird.
Das schwarze Wesen wartet still auf nichts...
Das schwarze Wesen wartet still auf nichts...

Das Licht verschluckend schimmert,
Das schwarze Fell,
Als das Wesen aus der Zeit
Vor der Vergangenheit
Begann die Zukunft aufzufressen.
Trotz der volkommenen Ästhetik
War das Wesen nicht makellos.
Es schien die Angst vor den Schritten
Durch die Haare schimmernd rufen.
Die Warnung kam zu spät,
Die Warnung kam zu spät.
Geschmeidig schleicht der schlanke Körper
Durch das Vakuum der Nacht
Das Herbstlaub dämpft jeden Laut.
Die Stille ist abstrakt...
Die Stille ist abstrakt...


Zinnsoldaten

Geopfert auf dem Altar derer, die sonst nur reden,
Keine Aussage treffen.
Aufgedunsen richten sie das Fest.
Nun kleiner Zinnsoldat, das Spiel heißt, überleben.

Die Schlacht ist die Arena.
Das Ende vorbestimmt.
Durch all jene,
Die dem blutigen Treiben zujubeln.
Menschlein erfreu dich an deiner bunten Uniform.
Irgendwann wir sie durchlöchert.
Und sicher nicht - vom Fraß der Motte...
Und sicher nicht - vom Fraß der Motte...
Und sicher...

Euphorisch berauscht,
Zieht in die Schlacht,
Singt und ruft das Grauen herbei.
Ihr seid der Stier der eurer Tuch,
Blutrot färben wird.
Ihr seid...

Geblieben sind die Tränen,
Der davon kam, verlor ein Teil,
Gemartert zieht der Verstand Bilanz und flieht.
Körper wurden zerrissen,
Verstümmelt zum Kruppel geboren.

Das Spiel geht weiter.
Die Schlacht ist die Arena.
Das Ende vorbestimmt.
Durch all jene,
Die dem blutigen Treiben zujubeln.
Menschlein erfeu dich deiner bunten Uniform.
Irgendwann wird sie durchlöchert.
Und sicher nicht - vom Fraß der Motte...
Und sicher nicht - vom Fraß der Motte...
Und sicher...


Märchenprinzen

Märchenprinzen sterben schneller als erwartet,
Denn sie sind nur sch&oumln und fröhlich.
Manisch lächelnd fallen ihre Blicke zuckersüß.
Die Maske schmilzt zur Fratze,
Übersät mit bittersüßen Tränen.
Pastellfarben bleiben leicht verdaulich,
Kraftlos blättert die Farbe vom Kostüm...
Ton um Ton wird alles grau.
Ton um Ton verstummt.

Märchenprinzen lachen laut, verschwinden leise...
So fällt ihr Lachen in den bittersüßen Fluß,
Darin tanzen die Blätterfarben unaufdringlich in Pastell,
Und laut lachend schwimmt der Märchenprinz davon
Und bittet um Vergebung.
Fröhlich blubbernd versinkt er lächelnd...
Ton um Ton wird alles grau.
Ton um Ton verstummt.

Märchenprinzen sterben schneller als erwartet,
Denn sie sind nur schön und fröhlich.
Manisch lächelnd fallen ihre Blicke zuckersüß.
Ton um Ton wird alles grau.
Ton um Ton verstummt.


Der vergaß zu atmen

Kaum geboren, vergaß er das Atmen
Der Kontakt zur Umwelt war immer gestört.
Die Kindheit verstrich.
Und mit ihr hob sich der Schleier.
Und die gestörte Vielfalt des Verhaltens
Verhalf dem Querdenkenden entdeckt zu werden.
Das Geheimnis offenbarte sich und wurde von denen,
Die behüten sollten, zwar wahrgenommen,
Aber verdrängt, aber verdrängt...

Die Zeit riß weiter Narben in das Gemälde,
Das sich begann zu entwickeln.
Doch dunkle Farben mengten sich
Mit den leichten Tönen der Jugend.
Das Bild ergraute.
Der Fluß der Zeit ergoß sich als Meer,
Der Frucht der Trauer.
Der Betrachter nahm das Unheil nicht wahr.
Es wurde weiter verdrängt...

Alle, die liebten und schützen wollten,
Wurden alleine mit ihren Worten zurückgelassen,
Reaktionslos wurde so gelebt,
Da der Sinn sich umkehrte.
Und der Schaden sich in das Gefüge schlich.
Die Kraft derer, die helfen wollten, wurde aufgesogen.
Und dem, der die Hand reichte,
Unverdaut ins Gesicht geworfen.
Säuerlich haftete das Unverständnis
Als Folge dieser Tat.
Der Inhalt blieb unberührt.

Verzweifelt grub der Helfende in seinen Körper tiefe Wunden.
Die Zerstörung des eigenen Körpers fraß die Persönlichkeit an.
Machtlos wurde die Bilanz der Ohnmacht ausgesprochen.

Der vergaß zu atmen suchte sein Heil in der Scheinwelt.
Grell und bunt vergilbte so die Schönheit.
Die Jugend erlosch.
Jetzt zerrt auch der Fluch am Körper.

Hilflos haftete der Blick der Liebenden an den eingefallenen Wangen.
Sie hatten gelernt - begriffen!
Nicht das Leid mitzuleiden.
Die Augen dann zu schließen, wenn der Anblick
Weißglühend mit Erblinden drohte,
Mit Erblinden drohte...

Willenlos helfen hieße,
Gemeinsam mit einem großen Stein in den Abgrund,
Eines Sees zu tauchen und zu...

Die Liebe ließ los...

Der, der aufhörte zu atmen, fiel weiter
Alleine in das blauschwarze Wasser.

Die Luft wird knapp,
Wie damals bei der Geburt...
Wie damals bei der Geburt...
Wie damals...

Und wie damals begann er zu strampeln und zu schreien,
Den Mantel der Einfalt aufzusprengen.

Und gelöst vom Ballast der Vergangenheit,
Treibt er dem Licht entgegen - empor.
Und herrlich ist der erste freie Atemzug.
Das Gefühl befreit zu sein.
Die Lungenflügel füllen sich hastig
Mit dem rettenden Sauerstoff.
Und da ist auch wieder die Hand die ihn losließ,
Um ihm jetzt ans Ufer zu helfen...


Niemandsland

Mir bleibt die Spur ins Niemandsland.
Schwarz - Weiß ist das Gesicht,
Gehüllt in stummes Schweigen.
Klugheit ohne Dummheit meint
Gemeinsam nur zu fühlen.

Der Tanz im bunten Reigen
Allein vermag das Weiß zu färben,
Gebleicht aus grauem Leinen,
Gekürt zu kostbarem Tuch.
Der Blick verklärt zu bloßem Staunen.
Im blauen Schein ein Kind geboren,
Der Spiegel lebt geführt vom Wind,
Der Verstand ertrinkt im Lichterrausch,
Zerbrochener weißer Sterne.

Es bleibt der leere Spiegel,
Der Schmerz,
Eine naßes Zaudern,
Infolge kurzen Glücks,
Das blaue Kind ertrinkt...

Der Gesang zur Trauer
Reißt im Schrei der Verzweiflung,
Nur gestillt im gelbroten Zauber,
Knisternd wandelt Fleisch zu Asche,
Verteilt sich Staub im Niemandsland...

Ein Reiter und zwei Pferde
Entführt verschwinden weit am Horizont...


Kaltes Licht

Der Mond weiß allein mit seinem kalten Licht,
Die Welt in fahlem Schein zu zeichnen.
Allein das kalte Licht ergötzt den Mörder bei seiner Tat.
In seinem Schein seine Kinder rufen ihn,
Ihre Mutter, die ihrem Vater gleicht, eins sind.
Der Staub reflecktiert das gedachte Wort zu Licht,
Weißer Glanz der Wärme Armut schleicht sich in die Dunkelheit.

Mißbraucht vom bösen Zauber, hütet er die Nacht,
Welche tiefschwarz sein Licht gierig verzehrt,
Um den dunklen Mächten Schutz zu gewähren.
Das Unsichtbare bleibt erhalten nicht sichtbar,
Aber hier und dort hört man seinen kalten Atem geifern.
Gemengt mit Gedanken, die man besser nie gedacht,
In die Vergessenheit gedrängt,
Dort gelöst vom Wissen verwesen läßt.

Kaltes Licht...


So sei es!

Sei es das Verlangen den sanften Kuß
Auf der weißen Haut zu spüren.
Gemeinsam die Minuten auszukosten, die geblieben sind,
Unbefleckt von all der Schmach,
Welcher auserkohren durch zerfressene Zungen
Verborgenes entkleidet.
Der Unschuld der Ahnungslosigkeit beraubt,
Gezerrt ans Licht der Gaffer.
So sei es!

Doch mein Geist sehnt sich nach dem Dialog,
Dem Spiel der Worte.
Mit ihm erstrahlt die Eleganz dieser Ebene,
Weder die Tat noch das Wort zählt.
Viel mehr wiegt das was unterlassen blieb.
Das Wort, das nur gedacht.
Die Tat, die nur geplant.
Alle Züge, die nur auf dem Spielbrett der Phantasie
Zu schemenhaftem Dasein thronten.
Die allumfassende Macht der Sehnsucht nach Wärme.
Das Gefühl ihr allein ergeben zu sein.
So sei es!

Auch wenn das Feuer schmerzt,
Die Glut das Ebenmaß zerstört,
Ein diffuses Gefühl entfacht,
Schmerz und Lust verbindet,
Unlöschbar bleibt die Sehnsucht...
So sei es!

Auch wenn ihr anders denkt,
Diese Wärme spendet euch sicher keine Wärme.


Bunter Rauch

In bunten Rauch getaucht zu leben,
Entführt, entrückt im Farbenrausch.

Verführt durch leise Lügen,
Gebrochen scheint das Gipsgesicht,
Gebrochen scheint das Gipsgesicht...

Verborgen blutet der greise Jüngling.
Sein Stolz vebietet klar zu denken.
So sei es!
Worte, Worte, jetzt ohne Sinn,
Gebrochen scheint das Gipsgesicht,
Gebrochen scheint das Gipsgesicht

Künstlich leuchtend schreiten Tag und Nacht
Gemeinsam durch scheinbar liebenswerte Bilder.
Die Stück für Stück den Gips zerbeißen,
Die Stück für Stück den Gips zerbeißen...

Zerbrochen ist das Gipsgesicht
Zerbrochen ist das Gipsgesicht...

Der Jüngling blutet weiter,
Teils verborgen hinter weißer Masse,
Zersetzt im bunten Rauch,
Zerbrochen bleibt das Gipsgesicht...


Mit dem Wissen

Es ist nicht Absicht meiner Tat,
Den Kindern ihre Freude zu rauben,
Aber es wird besser sein sie zu töten,
Um sie vor dem Kommenden zu bewahren.
Ein sanfter Tod - unbemerkt - kann etwas sehr schönes sein.

Es ist nicht Absicht meiner Tat,
Den Kindern ihre Träume zu rauben,
Aber es wird besser sein sie zu töten,
Denn ihre Träume werden immer nur häßlich sein
Und sich über ihren Schlaf wie ein dunkler Schatten legen.

Es ist nicht die Absicht meiner Tat,
Mit dem Tod der Kinder den Zyklus des Lebens zu unterbrechen,
Aber es wird besser sein sie zu töten,
Denn Erwachsene können sehr gefährlich sein
Sehr Gefährlich, denn sie vergaßen ihre Jugend

Es ist die Absicht meiner Tat:
Allein zu sein als letzter zufrieden,
Dem Ende des Tages beizuwohnen,
Mit dem Wissen der Nächste wird wieder fröhlich sein...


Der Weg

Feuchtigkeit mit Angst vermengt, mein Körper friert.
Die Zeit geht nur vorwärts nie zurück,
Noch bleibt sie stehen.
Haltlos rinnen die Sandkörner durch die Ritzen meiner Hände.
Sie können nicht ein Korn bremsen.
Im geschlossenen Augenblick sah ich das Damals.
Die Tränen der Mutter, die Feuchtigkeit der Kälte,
Den Schuldspruch ohne Worte, die Angst geboren.

Die Hand jetzt sauber. Aber rein? Nur scheinbar.
Ich seh das Blut längst abgewaschen.
Die Tat verwest und doch geschehen.
Fahl fällt das Licht ein vom Stahl geteilt.
Die Ordnung der Körner umzusetzen.
Wie gerne möchte ich im Sandkasten spielen...

Das Tempo der Zeit bestimmt den Puls,
Wird eins mit den Schritten der Wärter.
Sie kommen!
Langsam fällt auch das letzte Korn der Hoffnung.
Das Schloß, Die Tür geht auf.
Dort wartet nicht die Freiheit.
Ein Mann in Schwarz spricht seinen Trost.
Was nützt er noch?
Der Gang ist grell, Neonlicht erhellt kalt die Szene.
Meine Kindheit begegnet mir.
Meine tote Mutter wünscht gute Reise.
Sie sieht gut aus, so jung.
Da liegt die Leiche, ich seh das weinende Gesicht,
Betäubt vom Leben setz' ich mich auf den Stuhl.
Die Gurte werden angelegt, die Arme, Beine festgebunden.
Meine Freunde lachten als ich in den Bach fiel.
Damals es war kalt...
Es war ja Winter, die Zeit der Angst.
Ja, die Zeit der Angst, die Zeit der Angst...
Eine Haube wird mir aufgesetzt. Ich werde verkabelt.
Die Stimmen werden leiser. ich bin alleine.
Die letzten Körner fallen...
Die letzten Körner fallen...
Die Zeit der Angst zersetzt mein Gehirn.
Die Zeit der Angst zersetzt mein Gehirn.