Goethes Erben: Kondition:Macht! - Das Musikwerk (1999)

Marionetten

Kabelwesen weißes Licht
Puppeneifersucht am Faden zieht
Die Macht!
Kabelwesen weißes Licht
Puppeneifersucht am Faden zieht
Die Macht!
Ohne Weitsicht blind vor Lust,
Die trüben Augen sehen nur
Im Traum gewünschte Welten.
Ohne Weitsicht blind vor Lust,
Die trüben Augen sehen nur
Im Traum gewünschte Welten.

Einmaligkeit als Zweisamkeit...
Einmaligkeit als Zweisamkeit...

Nie gewonnen,
Nie erreicht,
Herbeigesehnt gezerrt...
Vollbracht?

Geschwister Macht
Von Macht getäuscht...

Marionetten - Kabelwesen.
Fleisch gesteuert,
Fleisch zur Macht.

Kabelgliedrig eingebunden,
Unsichtbar der Steuerdraht...
Du bist bereits ein Teil der Macht!
Kabelgliedrig eingebunden,
Unsichtbar der Steuerdraht...
Du bist bereits ein Teil der Macht!
Ein Teil der Macht...

Geschwister Macht
Von Macht getäuscht...


Das Leben ist schwer

Leben ist schwer,
Doch duftet der Traum leicht.

Ganz ohne Angst...

Leben ist schwer,
Doch duftet der Traum leicht.
Ganz ohne Angst...

Traumverführt von rotem Wein,
Sinnesrausch zum Freundentanz.


König sein für eine Nacht

Reih' um!
Kinder begnadigen Sterne -
Den Mond,
Ein kleines Insekt,
Anstatt es zu zertreten.
Aber sie wachsen und vergessen
Mit jedem Zentimeter,
Die Macht ihrer Phantasie
Löst sich auf,
Verliert sich im Regelwerk
Von Zucht und Ordnung.

Jetzt bin ich mächtig.
Ich, ein König ohne Krone.
Ich, die Macht für eine Nacht.
Wer gewährt mir Gnade?
Keine Kröne weit und breit,
Deren Träger mir die Gunst der
Gnade gewähren könnte.

Ich wollte der Macht entfliehen,
Mich ihr entziehen,
Bin aber ich gleichen Augenblick
In die offenen Arme
Einer anderen Macht gelaufen.

Die Macht meiner Worte -
Meiner Machtküsse.

Licht läßt sich täuschen,
Gefühle höchstens kurz blenden

Verletzte Armprothesen
Werden mich fesseln.
Meine baldigen Geschwister werden
Mich meines Willens berauben.
Als Mensch ende ich als
Fleischimplantat der Macht.

Der Mensch
Zur Maschine,
Öl statt Blut,
Auf keinem Berg
Bin kein Kind,
Doch Sohn...

Treibe in der Zeit,
Umgeben von Angst
Und Bilder, die langsam
Im Ungewissen versinken,
Ertrinkende Erinnerungen...

König sein für eine Nacht...


Machtküsse

Ist es nicht das, was dir
Verloren ging?
Wärme, ein wenig Wärme,
Verlist dessen, diese Temperatur,
Egal, ob glühend oder zart,
Wahrzunehmen, mit deiner Haut
Neues zu erkunden.
Feindlich, freundlich, mächtig...

Wer hält das Zepter
Macht in seiner Hand?
Die Sonne? Wind und Regen?
Deine Hand?

Wer hält das Zepter?
Macht in seiner Hand
Die Sonne? Wind und Regen?
Deine Hand?

Der Morgentau benetzt die Lippen,
Damit ihr Erwachen nach langer
Liebesnacht nicht allzu schmerzt.

Denn nur die Sehnsucht
Führt die Nacht.

Umschling mich nicht,
Stiehl mich nicht!..
Du darfst mich nicht berühren.
Ich bin kein Werkzeug, solange
Blinde Götter durch das Weltall
Stolpern, um mich zu suchen.

Laß mich dich weiterküssen.
Dir deinen Verstand rauben.
Gib mir ein wenig deiner Macht,
Folge meiner Macht.
Laß dich von meinen Machtküssen,
Von der Last des Denkens befreien,
Vergiß das Denken...

Schließe deine Augen und...


Traue nicht einmal Deinen eigenen Träumen

"S.w.d.T." - ein blutiges Bild
Einer inzwischen vierfachen Mutter
Kunst ist oftmals eine leblose
Erinnerung.

Übereilte Freude kann sich zu einer
Reise in den Abrgrund entwickeln.
Ein Marsch über glühende Kohlen
Nur keinen Schmerz zeigen.

Im Schattenbild der eigenen Haare gefangen,
Auf einem tobenden Wasserfall zutreibend,
Auf einem Floß leerer Schädel,
Die bereits alles verloren haben.
Ohne jene kleinen grauen Zellen
Läßt sich nur schwerlich ein klarer Gedanke fassen.
Wie es wohl ist, diesen Wasserfall hinabzustürzen.
In der weißen Gischt wenige Augenblicke zu schweben,
Während die leeren Schädel am kantigen Fels zerschellen,
Noch während das Wasser fällt,

Leider wache ich immer zu früh auf.
Nie wird mein Leib zerschmettert,
Nie mein Schädel ein Teil dieses Floßes...
Nie mein Schädel ein Teil dieses Floßes...
Nie mein Schädel ein Teil dieses Floßes...

Manchmal sind die Augen der Traumwesen ohne Leben,
Wenn sie zur Seite blicken,
Sind ihre Augenhöhlen leer und tiefschwarz.
Die Augäpfel nur faulige Trugbilder
Blind wie die hoffnungsvollen Gedanken
Eines ungeborenen Kindes
Bevor sich dessen Mutter gegen das Leben entschied.

Wer weiß schon, was es heißt,
Verantwortung zu übernehmen
Nur ein ganzes Leben lang?

Traue nicht einmal deinen eigenen Träumen...
Traue nicht einmal deinen eigenen Träumen...
Traue nicht einmal deinen eigenen Träumen...
Traue nicht einmal deinen eigenen Träumen...
Traue nicht einmal deinem eigenen Traum...


Nie mehr

Welcher Schmerz erwartet mich?
Wenn Kabel meine Haut durchdringen
Und sich wie Parasiten in mein Fleisch einnisten,
Jede Faser meines Körpers kontrollieren wollen.
In mein Gehirn eingepflanzte Elektroden
Werden meinen Körper dazu mißbrauchen,
Ihre Urteile zu vollstrecken.
Ich werde ein Werkzeug der Macht
Und ohne zu wissen, was ich anrichte,
Werde ich Angst und Furcht verbreiten...
...Und ohne zu wissen, was ich anrichte,
Werde ich Angst und Furcht verbreiten...

Ich werde meiner Vergangenheit,
Meiner Persönlichkeit beraubt.
Alles rebellische aus mir herausgerissen,
Entmenschlicht durch Henker,
Die selbst nur Delinquenten waren...
Noch immer sind...
Meine Kindheit wird in grauem Rauschen
Aufgelöst, gelöscht
Als hätte ich niemals existiert.
Niemals existiert niemals existiert
Existiert niemals existiert...

Wie diese Leere wohl aussieht?
Werde ich diese Leere als solche Wahrnehmen
Oder wird sie teilnahmslose Realität?
Ohne Wahrheit, Liebe, Nähe?
Werde ich schmecken?
Vielleicht, doch nie mehr küssen, Haut berühren.
Nie mehr denken, sprechen, tanzen...
Ob mein Verstand einen Ort finden wird,
An dem er in irgendeiner Form weiterexistieren kann,
Oder ist er verloren,
Wenn er den Halt in meinem Körper verliert?
Nie mehr müde sein...
Nie mehr Angst haben...

Aber noch habe ich Angst, entsetzliche Angst vor dem,
Was mich erwartet.
Doch Angst macht irgendwann den Verstand taub und blind.
Nie mehr Angst?
Nie mehr Leben?
Nie mehr Angst, nie mehr Leben...
Nie mehr Leben, nie mehr Angst...


Leben, um zu leben

Leben, um zu leben.
Leben, um zu existieren.
Leben, um zu leben.
Leben, um zu existieren.

Essen, trinken, Fleischvergnügen -
Erlaubter Paarlauf - nie zu dritt.

Schlafen, spielen, niemals denken -
Erlaubter Paarlauf - nie zu dritt.

Maschinen erlauben uns zu leben,
Befreien uns vor unserer Macht,
Denker zerstören unbewußt,
Das Fleisch ist eben schwach.
Doch: Leben erlaubt!
Befreit von aller Macht!

Essen, trinken, Fleischvergnügen -
Erlaubter Paarlauf - nie zu dritt.

Schlafen, spielen, niemals denken -
Erlaubter Paarlauf - nie zu dritt.


Das weiße Licht

Das weiße Licht registriert jede Bewegung,
Entdeckt unerlaubte Zusammenkünfte...
Drei, Vier, Vielfach...

Das weiße Licht sieht dich.
Drei, Vier, Vielfach...
Sucht dich.
Drei, Vier, Vielfach...
Wird dich finden.
Drei, Vier, Vielfach...
Dich blenden.
Drei, Vier, Vielfach...
Nicht...
Ja! Nein!
Ja! Ja!
Nein! Nein!
Dich blenden.
Die Kabelwesen rufen.
Informieren, zu dir führen


Dekret

Sektierer leben, lieben Macht.
Sektierer lieben, leben Macht.
Folgen, beten, schlafen!
Folgen, beten, schlafen!

Elitärer Ehrgeiz schafft Staat im Staat,
Kappt jedes Band ins Heimatland.
Antworten auf viele Fragen?
Nur glauben ist erlaubt.
Glaube als Dekret!

Sektierer leben, lieben Macht!
Sektierer lieben, leben Macht!
Folgen meinem Traum!
Folgen meinem Traum!

Das Dekret lautet:
Meine Wille sind Euer Verstand!
Unfehlbar weise bewahrt Eure Seelen vor dem Licht,
Dessen Helligkeit euren Geist blenden will,
Um einen Machttausch zu vollziehen.


Teil der Macht zur Gewalt

Es ist die Macht, die nie schläft.
Es ist die Macht, die dich sucht.
Es ist die Macht, die dich sieht.
Es ist die Macht, die dich frißt.

Ihre Augen sind weiß,
Ihre Arme aus Fleisch,
Ihr Atem ist heiß.
Es ist soweit...

Ihre Augen sind weiß,
Ihre Arme aus Fleisch,
Ihr Atem ist heiß.
Es ist soweit...

Denunzieren, nicht informieren -
Teil der Macht zur Gewalt.
Denunzieren, nicht informieren -
Teil der Macht zur Gewalt.

Ihre Augen sind weiß,
Ihre Arme aus Fleisch,
Ihr Atem ist heiß.
Es ist soweit...

Ihre Augen sind weiß,
Ihre Arme aus Fleisch,
Ihr Atem ist heiß.
Es ist soweit...

Denunzieren, nicht informieren -
Teil der Macht zur Gewalt.
Denunzieren, nicht informieren -
Teil der Macht zur Gewalt.

Denunzieren, nicht informieren -
Teil der Macht zur Gewalt.
Denunzieren, nicht informieren -
Teil der Macht zur Gewalt.

Es ist die Macht, die nie schläft.
Es ist die Macht, die dich sucht.
Es ist die Macht, die dich sieht.
Es ist die Macht, die dich frißt.

Es ist die Macht, die nie schläft.
Es ist die Macht, die dich sucht.
Es ist die Macht, die dich sieht.
Es ist die Macht, die dich frißt.

Denunzieren, nicht informieren -
Teil der Macht zur Gewalt.
Denunzieren, nicht informieren -
Teil der Macht zur Gewalt.

Denunzieren, nicht informieren -
Teil der Macht zur Gewalt.
Denunzieren, nicht informieren -
Teil der Macht zur Gewalt.

Fleisch wird zu Macht und Macht wird zu Fleisch.
Fleisch wird zu Macht und Macht wird zu Fleisch.
Fleisch zu Macht, Macht zu Fleisch...
Fleisch...
Macht...
Fleisch...
Macht...


Kondition:Macht!

Der König ist tot...

Auch ich war ein Mensch.
Als Rebell strebte ich zur Macht,
Jetzt habe ich die "Kondition:Macht!" erreicht.
Der Spiegel reflektiert das, was ist,
Nicht das, was muß

"Kondition:Macht!"

Manipuliert Macht? Ist Macht manipuliert?

"Kondition:Macht!"

Ist Macht böse? Ist das Böse Macht?
Ist Macht Glaube? Ist Glaube Macht?
Ist Macht Wissen? Ist Wissen Macht?
Ist Macht Alles? Ist Alles Macht?

"Kondition:Macht!"