Lacrimosa: Lichtgestalten (2005)

Lichtgestalt

Ich bin der Atem auf deiner Haut,
Ich bin der Samt um deinen Körper,
Ich bin der Kuß in deinem Nacken,
Ich bin der Glanz auf deinen Wimpern.

Ich bin die Fülle deiner Haare,
Ich bin der Winkel deiner Augen,
Bin der Abdruck deiner Finger.
Ich bin der Saft in deinen Adern
Und Tag für Tag durchströme ich dein Herz.

So schnell du auch fliehst,
So weit du auch kommst,
Trägst du mich mit dir.
Wohin du auch gehst,
Was immer du tust,
Ich bin ein Teil von dir.

So schnell du auch fliehst,
So weit du auch kommst,
Trägst du mich mit dir.
Wohin du auch gehst,
Was immer du tust,
Ich bin ein Teil von dir.

Wohin du auch gehst,
Was immer du tust,
Ich bin ein Teil von dir.

Wohin du auch gehst,
Was immer du tust,
Ich bin ein Teil von dir.

Ich bin der ungelebte Traum.
Ich bin die Sehnsucht, die dich jagt.
Ich bin der Schmerz zwischen deinen Beinen.
Ich bin der Schrei in deinem Kopf.

Ich bin das Schweigen, die Angst deiner Seele.
Ich bin die Lüge, der Verlust deiner Würde.
Ich bin die Ohnmacht, die Wut deines Herzens.
Ich bin das Nichts, zu dem du einst wirst.

So schnell du auch fliehst,
So weit du auch kommst,
Trägst du mich mit dir.
Wohin du auch gehst,
Was immer du tust,
Ich bin ein Teil von dir.

So schnell du auch fliehst,
So weit du auch kommst,
Trägst du mich mit dir.
Wohin du auch gehst,
Was immer du tust,
Ich bin ein Teil von dir.

Wohin du auch gehst,
Was immer du tust,
Ich bin ein Teil von dir.

Wohin du auch gehst,
Was immer du tust,
Ich bin ein Teil von dir.

Lichtgestalt, in deren Schatten ich mich drehe...


Unerkannt

Auch wenn du mich nicht siehst,
Wenn ich hier vor dir stehe,
Dich erlebe, zu dir falle,
Dich erhebe, dich anbete...

Nur für dich...

Die Zeit vergeht mit dir,
In den Morgen folgt sie dir.
Unberührt stehst du auf,
Löschst das Licht und gehst hinaus!

Nur für dich!
Dies war für dich!
Du löschst das Licht und gehst hinaus...

Dies ist die Ausgeburt
Dieses schlafenden Verlangens.
Tief in mir schreit es laut,
Bricht hervor, flieht vor mir
Und greift nach dir...

Und des Ausbruchs ungeahnt
Fliehst zum Gipfel du und fällst
In die Flammen, in das Licht,
Denn auch mein Feuer
Siehst du nicht...

Nur für dich...


Skintight

Your eyes don't want to see
The beauty right in front of you,
Cause your mind can't stand
The beauty right in front of you,
And your veins explode for
The beauty right in front of you,
When your body screams
For the softness of her milk-white skin.

And then you drop
Down to your knees,
When she enters your world
And she opens her lips:
Skintight!
   This is as close as you can get!

And all it took was just one word
   Skintight in all of my grace
From her to conquer you.
   In all of my grace
And all it took was just one look at her
   I am the world
And you would follow her.
   I am success
And yet you know she did not speak to you
   Money - beauty - that's me
She didn't see you though.
   Fever - lust - watch me
And when she leaves the room,
You will feel alone and you will feel ashamed.

And then you drop
   I'm - all that you wish
Down to your knees,
   I am - all that you need
When she enters your world
   Watch - but don't touch
And she opens her lips:
Skintight!
   This is as close as you can get!

And all it took was just one word
From her to conquer you.
And all it took was just one look at her
And you would follow her.
And yet you know she did not speak to you
She didn't see you though.
And when she leaves the room,
You will feel alone and you will feel ashamed.


Road To Pain

Why the fuck does beauty hurt?
Why the fuck does beauty lead to pain?
In both ways it ends in pain.
Anyway give me your beauty now.
Anyway blow my vains.
Curse me and riddle me.
The road to pain is paved by beauty.

Oh, you incredible road!
I don't want to walk 'where else.
I can't beat you since I can't beat beauty.
I only can scream in ecstasy:
Praise the beauty and praise the pain!
Double feature beauty is double feature pain!
Whether I can take it
Or I'm damned to bleed.
And blood can taste so sweet...

Praise the beauty and praise the pain!

Things to watch from afar
Are simply not to be touched.
How much can you destroy
By getting yet to close?

Oh, you incredible road!
I don't want to walk 'where else.
I can't beat you since I can't beat beauty.
I only can scream in ecstasy:
Praise the beauty and praise the pain!
Double feature beauty is double feature pain!
Whether I can take it
Or I'm damned to bleed.
And blood can taste so sweet...

So beautiful your body!..
So beautiful your face!..
Your voice is tender soft
And velvet is your skin.
Only your words are a little weak
Since your mind is kind of narrow.
As your movements are a little funny
Since you are trying to fake your nature,
Trying to be a star,
Growing in shallow adaptations
By loosing your nature given power:
The grace of a woman!

Praise the beauty and praise the pain!

This - is - the - road - to - pain!


Siehst du mich im Licht?

Deine Lippen in das Fleisch gepreßt,
Die Meinen wild verzerrt.
Der Orgasmus der Verwundbarkeit,
Die Seele schreit nach mehr.
Nur herein, in meine kleine Welt,
Und friß dich durch bis zum Schafott,
Zerbeiße jede Zelle meiner kalten rohen Haut.

Und du bleibst leer, hast zerstört,
Nur für Sekunden diesen Rausch erlebt.
Und du bleibst leer, hast gelogen und betrogen,
Und bei allem dich nur selbst projeziert.

Zwei Augen im Kopf und die Ohren links und rechts,
Und so blind wie ein toter Fisch,
Du kannst mich nicht verstehen...
Nein, du wirst mich nie verstehen.
Nur reden kannst du über mich.
Dir ist es scheißegal, ob es wahr ist oder nicht,
Denn am Ende trifft es niemals dich.
Du bist die letzte Instanz,
Du bist der Pegel der Bilanz,
Du bist der Mörder jeder Wahrheitssubstanz.

Im kurzen Augenblick des blinden Übermuts
Versprühst du deine Weisheit, deine Falschheit, deine Sucht,
Und du bist dir nichts bewußt
Deine Dummheit ist die Lust, die deinen Verstand langsam ausradiert.

Und du bleibst leer, hast zerstört,
Nur für Sekunden diesen einen kurzen Rausch erlebt.
Und du brauchst mehr, du mußt lügen und betrügen,
Und bei allem - Siehst du mich im Licht?

Zwei Augen im Kopf und die Ohren links und rechts,
Und so taub wie ein toter Fisch,
Nein, du kannst mich nicht verstehen...
Nein, du wirst mich nie verstehen.
Nur schreiben kannst du über mich.
Dir ist es scheißegal, ob es wahr ist oder nicht,
Denn am Ende trifft es niemals dich.
Du bist die letzte Instanz,
Du bist der Pegel der Bilanz,
Du bist der Mörder jeder Wahrheitssubstanz.

Nicht im Gespräch liegt deine Kraft,
Im Monolog suchst du die Opfer,
Deren Dasein dich am Leben hält.
Zwei Augen im Kopf und das Herz am falschen Platz -
Du bist das Echo unsrer Zeit,
Du bist das Sprachrohr weit und breit.
Nicht viele Worte möcht' ich machen,
Denn du machst ja schon genug.
Wahrscheinlich wirst du wieder lachen,
Solange trinke ich den Blut -
Dein Blut!

Zwei Augen im Kopf und das Herz am falschen Platz,
Und so taub wie ein toter Fisch,
Nein, du kannst mich nicht verstehen.
Nein, du wirst mich nie verstehen!
Du wirst mich nie verstehen!


Seele in Not

Halte jetzt die Fackel
An mein Gesicht!
Ein Vogel gleitet über's Wasser,
Doch er sieht mich nicht.
Mein Schiff ist längst gesunken,
Ich bin am ertrinken.
Ich kenne so viele Hilfeschreie,
Doch kein Schiff in Sicht.
Nur verlorene Stunden,
Nur verlorene Tage.
Verloren, wenn wir sterben...
Verloren an was?

Doch ich lebe,
Ich lebe immer noch...
Ich lebe als eine Lüge...
Und die Liebe - eine Illusion...
Du tanzt im Licht der Zeit,
Du tanzt in Eitelkeit...
Eine leere Flasche
Und ich sterbe vor Durst.
Keine Kerze hat mehr Feuer,
Doch mein Herz verbrennt.

Ich höre den Schrei eines Babies...
Lüge im ersten Atemzug...
Asche zu Asche - Staub zu Staub!
Der Sünde sei vergeben!..
Blind vor Wut - Blind vor Schmerz,
Taub aus Liebe - Stumm vor Angst...
Kann ich mich nicht mehr halten,
Verliere den Verstand...

Ich kenne nicht deine Stimme -
Kann dich ja nicht verstehen;
Weiß nicht mal wie du aussiehst -
Hab' dich ja nie gesehen;
Kann nicht mal zu dir sprechen -
Nicht mal diesen einen Satz:
Ich liebe Dich!

Ich verfluche die Erinnerung und schicke sie weit fort.
Sie legt sich in mein Grab und wärmt für mich den Sarg.
Gemalte Bilder schmeicheln nur...
Denn wer malt schon, was so häßlich ist?